Freiheit.

Bild: doris oberfrank-list / fotolia.de

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Es gibt viele Momente, in denen ich denke, ich sei zu sehr in einen engen Terminplan eingebunden. Dann fühle ich mich unfrei, gedrängt, gehetzt und vor allem … unwohl. In diesen Zeiten möchte ich dem Alltag entfliehen und auf meine kleine eigene Insel springen können, um mich dort ganz und gar entspannen zu können.

Ich stelle mir in solchen Momenten vor, es gäbe eine klitzekleine Insel, die ich in wenigen Stunden zu Fuß umrunden kann. Natürlich liegt sie in der Mitte eines absolut blauen Meeres, mit angenehmen Wassertemperaturen, so dass ich mich auf der einen Seite von der Wärme der Sonnenstrahlen abkühlen und auf der anderen Seite in Ruhe im Wasser entspannen kann. Leise kleine Wellen spülen in sanften Bewegungen an den Strand, welcher von fast weißem feinsten Sand gefüllt ist.

Jeder Schritt auf diesem Untergrund ist eine Wohltat für die Füße und entlastet meinen ganzen Körper.

Die Luft ist ebenfalls angenehm warm, umspielt mich sanft und leise, trägt keine Geräusche in sich außer dem vorsichtigen Meeresrauschen, welches das „auf und ab“ der Wellen spiegelt.

Hinter mir wachen groß gewachsene Palmen majestätisch darüber, dass ich vor dem Wind geschützt bin und mein Blick kann über das Meer in unendliche Weiten schweifen. Nur irgendwo am Horizont erahne ich ein paar andere Welten.

Auch das Wasser des Meeres ist klar und lässt mich die zahlreichen farblichen Facetten des sich spiegelnden Sonnenlichtes erkennen, wenn es auf den Meeresboden trifft, welcher sanft abfällt, so dass ich mich auch noch in weiter Entfernung vom trockenen Strand ohne Mühe hinlegen kann und von dem kühlenden Nass umschlossen bin ohne unterzugehen.

Es ist ein herrlicher Platz in herrlicher Ruhe. Hier stört mich nichts. Hier gibt es keine Termine, keinen Druck, keine Besprechungen, keine Diskussionen … hier kann ich einfach sein.

Ach, was wünschte ich mir diese Insel oft herbei.

Als ich die Augen wieder öffne, bemerke ich, wie gut mir der Gedanke an diese Insel tat. Doch wie komme ich dahin? Gibt es eine Art Magie, welche mir einen solchen Traum erfüllen könnte?

Ein wenig enttäuscht schließe ich noch einmal meine Augen … und bin sofort wieder auf meiner Insel.

Fast erschrocken, reisse ich die Augen auf. Vorsichtig schaue ich mich um. Nein, ich sitze an meinem Schreibtisch und bin tatsächlich in der realen Welt.

Ob es nochmal funktioniert?

Ganz vorsichtig lasse ich meine Lieder über meine Augen gleiten, atme tief ein und spüre das wohlige Gefühl der Meeresluft und höre das Rauschen der Wellen. Es ist einzigartig.

Frei wie ein Vogel kann ich zwischen diesen beiden Welten pendeln und erlaube mir, einen Ort der Stille und Ruhe immer mit mir dabei zu haben. Es ist wundervoll!

Dankbar atme ich noch einmal aus und wieder ein und genieße meine kleine Oase.

Wie schön ist diese Freiheit, die wir Menschen in unserer Vorstellungskraft haben… Meine kleine Insel habe ich nun immer bei mir.

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