Bitte Ruhe!

wellbeing and healthy lifestyle concept, yoga background

Bild: anyaberkut / fotolia.de

Manchmal ist es gut, wenn man seine Ruhe hat, vor allem dann, wenn man in einer langen Sitzung ist und aufmerksam zuhören muss und daher seinen Gehirnschmalz ziemlich anstrengen muss.

Egal wie interessant eine solche Sitzung oder Lehrgang auch immer sein mag, so ist es doch so, dass irgendwann die eigenen Energien verbraucht sind.

Meistens ist das der Fall, wenn die Zeit in Richtung Mittagspause fortschreitet. Dann nützt es auch nichts mehr, Kaffee oder Wasser zu trinken, dann brauchen Körper und Gehör einfach Ruhe.

Und so gehe ich bei dem Fachanwaltskurs mittags etwas genervt in die Pause und möchte mich nur noch erholen.

Heute aber überrascht ich der Aufbau des Mittagsmenüs, da auch draußen in der Halle aufgedeckt ist.

Das ist nicht der Fall.

Draußen kann man sich in Ruhe hinsetzen, weil, was mich immer wieder erstaunt, die meisten Kollegen gar nicht auf dem Schirm haben, dass man sich auch dort draußen hinsetzen kann.

So sitze ich dort ganz allein, was mich aber nicht wirklich stört.

Ich will ja gerade meine Ruhe haben.

Das Essen ist wie immer besonders lecker. Vorsichtig gehe ich mit meinem Teller durch die Eingangstür in den Vorraum und suche mir einen wunderbaren Platz, auf den von draußen lachend die Sonne scheint.

Es ist vor allem total still hier.

Man hört … nichts.

Alle anderen sind drinnen und essen auf beengtem Raum, im Stehen und vor allem in äußerst lauter Umgebung ihre Teller leer.
Ich jedoch sitze hier und erfreue mich über die Stille und Ruhe.

Ein wenig glaube ich, dies mir redlich verdient zu haben.

Womit, weiß ich zwar nicht, aber es ist eben einfach schön, es über mich glauben zu können.

Kurz schließe ich die Augen und ruhe völlig in mir selbst.

„Ist das schön“, entfährt es mir leise.

Verstohlen blicke ich mich um, denn ein wenig peinlich ist mir mein Kommentar zu mir selbst dennoch.

Als ich aber feststelle, dass niemand mir zugehört hat, entspanne ich mich erneut vollständig und ruhe wieder in mir selbst.
Immerhin eine Viertelstunde kann ich hier sitzen, ganz alleine, ohne jede Störung, ohne fast irgendetwas zu hören.

Das ist eines der schönsten Geschenke, die ich in letzter Zeit bekommen habe und bin dafür sehr sehr dankbar.

In dieser Viertelstunde habe ich sehr viel Kraft tanken können und vor allem mich total entspannen können.

Was will man mehr?

Mit frischem Mut gehe ich nun wieder in die nachmittägliche runde der Fortbildung und bin entspannt, aber ebenso zufrieden, froh und wieder voller Tatendrang.

Danke für diese kleine und wunderschöne Mittagspause.

Jeder und jede von uns sollte sich einmal am Tag solch’ eine kurze Pause gönnen … und ja, die Zeit findet sich tatsächlich immer!

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