Brenne, aber brenne nicht aus

„Brenne, aber brenne nicht aus“

von Thorsten Haßiepen

 

In diesen Tagen berichten Zeitungen häufig davon, dass die Krankheit des »Burn-Out« immer mehr Menschen befällt.

„Burn-Out“ wird dabei als Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit definiert. Die Symptome zeigen sich körperlich, emotional und geistig. Oft sind Überlastungen im beruflichen oder auch im privaten Umfeld die Ursache.

Wissenschaftlich mag die wirkliche Ursache umstritten sein, die Auswirkungen eines solchen „Burn-Out“ können für Menschen, welche davon befallen sind, in ihrem privaten und beruflichen Leben aber desaströs sein. Alles fällt in sich zusammen. Menschen vereinsamen und werden geradezu innerlich von ihren Emotionen aufgefressen. Einen Ausweg finden diese Menschen meist nicht mehr allein, zu sehr sind sie in ihrer Gedankenwelt gefangen.

Auch das Umfeld ist manchmal nicht besonders förderlich. Oft hört man, „Burn-Out“ sei doch nur eine moderne Bezeichnung einer Depression. Als machte dies irgendetwas besser.

Auch vermeintlich starke Menschen schauen hier und da verächtlich auf betroffene Menschen hernieder und sind der Meinung, dass man eben nur genug Willensstärke haben müsste, um dann auch nicht von einem solchen Syndrom angegriffen zu werden.

Vielleicht ist da etwas Wahres dran. Vielleicht ist man schwach, wenn man ausgebrannt ist. Doch, ist das nicht auch genau das Syndrom, welches diese Beschwerden so trefflich beschreibt? Macht es das besser? Ist es dann gerecht, wenn man als vermeintlich schwacher Mensch auch depressiv oder ausgebrannt wird?

Gibt es wirklich Menschen, die davor gefeit sind, derart auszubrennen oder haben sie einfach nur Glück?

Sicherlich gibt es ohne Zweifel Menschen, die vor solchen Rückschlägen für immer bewahrt zu sein scheinen. Sie sind im Willen stark, scheinen auch alles bewerkstelligen zu können, sind Meister ihrer Klasse und haben alles im Griff.

Natürlich sind die Menschen, die ausgebrannt sind, schwach, aber deswegen sind sie nicht Menschen zweiter Klasse.

Wie lernt man, willensstark zu sein? Wie lernt man, dem „Burn-Out“ vorzubeugen oder, so man denn bereits darin steckt, den Ausweg wieder zu finden?

Ein wichtiger Schritt ist sicherlich die eigene Einstellung. Die innere Einstellung ist der Quell innerer Sicherheit, welche sich dann nach außen zeigen kann, um Gefahren für einen selbst abwehren zu können. Sie ist es, welche es schaffen kann, das eigene Ich zu schützen und auf mich einprasselnde Dinge abwehren und aussortieren zu können. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.

Das althergebrachte positive Denken ist dabei ein Meilenstein, welcher uns ermöglich, hoffnungsvoll und voller Freude in die Zukunft blicken zu können.

Nein, positives Denken ist kein Allheilmittel.

Nein, positives Denken ist auch nicht die Lösung als solche.

Positives Denken aber erleichtert uns alles, was wir tun, besser tun zu können. Wir können einfacher, fröhlicher, positiver in unseren Tag gehen und auch schwere Schicksalsschläge besser, einfacher und positiver verkraften, als ohne dieses Denken.

Das aber macht genau den Unterschied. Es kann entscheiden zwischen Schaffen und Nicht-Schaffen, zwischen Glück und Unglück, zwischen Gesundheit und Krankheit.

Auch in akuten Situationen können wir, und sei es auch nur stur abgelesen ohne jeglichen Glauben an das Gelesene oder Gesprochene, durch positives Denken ein wenig mehr Mut schöpfen, als ohne dieses Denken. Und das Wunderbare ist, mit der Zeit stellt sich tatsächlich auch der Glaube und irgendwann die Gewissheit ein, wie wir es schaffen können.

Und für alle Schnäppchenjäger unter uns: Es ist sogar kostenlos, aber nicht umsonst.

Alles, was wir tun sollen, ist, uns jeden Tag die berühmten Worte nach Émile Coué vorzusprechen:

Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser und besser!

Schreiben Sie sich diesen Satz auf ein kleines Stück Papier. Legen Sie sich dieses Papier in Ihr Portemonaie. Schreiben Sie den Satz auf ein weiteres Stück Papier und stecken Sie dieses in Ihre Hosentasche. Schreiben Sie den Satz auf ein weiteres Stück Papier und legen Sie ihn in den Kühlschrank. Überall, wo Sie tagtäglich dranmüssen, legen Sie einen solchen Zettel dorthin und wenn Sie Ihr Geld herausholen, in Ihrer Hosentasche kramen oder in den Kühlschrank schauen, lesen Sie die Worte vielleicht sogar laut vor.

Anfänglich wird es Ihnen gelogen, unwahr, blöd vorkommen. Sie trauen sich noch nicht, daran zu glauben.

Doch irgendwann und meist schon nach ein paar Tagen, lesen Sie diesen Satz und Ihr Körper und Ihr Geist werden beginnen, es zu glauben und sodann umzusetzen.

Bleiben Sie einfach dabei und verändern Sie Ihr Leben. Sie werden beginnen, wieder für schöne Dinge zu schwärmen, zu träumen, hoffnungsvoll und selbstbewusst in die Welt zu schauen und zu gehen.

Sie können wieder brennen, für die Dinge, die für Sie wirklich wichtig und gut sind. Hier und heute, jetzt und für immer.

Ein Gedanke zu “Brenne, aber brenne nicht aus

  1. Ein sehr schöner Beitrag zu Burnout und zu Macht der Gedanken. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Burnout oft unterschätzt und mit Depression verwechselt wird. Die Symptome können zwar die gleichen sein, aber die Auslöser sind doch oft sehr verschieden. Einem an Burnout erkrankten Menschen kann auch helfen, wenn er das Gas zurücknimmt, und bestimmte Bereiche seines Leben neu sortiert und delegiert. Eine vernünftige Balance zwischen „Ich muss – und – Ich kann/will“ ist für jeden von uns gesund und wünschenswert. Positive Gedanken sind für jeden Menschen essentiell und jeder sollte einmal ausprobieren, wie wohltuend es ist, wenn er seine Gedanken in eine positive Richtung lenkt. Ich persönlich denke nicht, dass ein Mensch schwach ist, weil er an Burnout erkrankt ist. Ich denke eher, dass dieser Mensch, nicht achtsam mit sich umgeht, vielleicht es allen Recht machen will, aber sich selbst dabei vergisst! Das hat sehr viel mit Selbstliebe zu tun, sich selbst, seine Bedürfnisse und Ziele in den Fokus zu rücken und auch mal „Nein“ zu sagen. Damit kann man einem Ausbrennen seiner selbst, schon vorgeugen. Auf meinem Coaching Blog inbalanceleben.net gebe ich Anregungen und Vorschläge, wie man Selbstliebe erlernen und trainieren kann. Die richtige Mischung aus allem, mit positiven Gedanken und einer gesunden Selbstliebe, sind elementar für das Wohlbefinden eines jeden von uns. Übrigens: Selbstliebe ist nicht zu verwechseln mit Selbstverliebtheit. Den Unterschied beschreibe ich ebenfalls auf meinem Coaching Blog.
    Ich wünsche ein entspanntes Wochenende und einen besinnlichen 3. Advent, Claudia

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