Träumen Sie weiter

Wenn ich groß bin, möchte ich Astronaut werden“, sagen viele kleine Jungs zu Ihren Vätern und Müttern, nach ihren Zukunftsplänen gefragt.
Ich möchte einmal Weltstar werden“, ruft das kleine Mädchen ihrer Mutter zu, nachdem sie den Film über die Prinzessin gesehen hat, welche sich ihren eigentlichen Traum erfüllte und statt auf langweiligen Bällen auf der Bühne eine Popkonzerts zu stehen.
Die klassische Antwort hierauf lautet in etwa so: „Ach nein, und wirklich?
Als Kind sind wir in der Lage, uns für unser spätere Leben alles vorzustellen. Haben wir einen schönen Film gesehen oder ein tolles Buch gelesen, können wir, als wäre es alles echt, stundenlang in ein Spiel eintauchen, in dem wir alles sein können. Wir nehmen Rollen ein von Figuren aus unseren Märchen, unseren Büchern und unseren Filmen.
Hören Sie einmal Kindern zu, welche tief versunken im Spiel zueinander sprechen: „Ich wäre jetzt …“ oder „Das wäre jetzt unser …“.
Für die Kinder ist in diesen Momenten alles echt. Sie brauchen noch nicht zu unterscheiden zwischen der sogenannten Realität und dem Spiel, zwischen Erreichbarem und vermeintlich Unerreichbarem. Sie dürfen einfach leben, spielen, träumen.
Nichts ist ihnen zu fremd, nichts ist ihnen zu weit hergeholt, nichts ist für sie unmöglich.
Doch steter Tropfen höhlt den Stein. Und so hörten wir von allen möglichen Leuten, welche für uns eine Autorität darstellten immer wieder diese alles vernichtenden Sätze: „Bleib mal auf dem Teppich“, „und wovon träumst Du sonst“ oder einfach nur „hör’ auf zu träumen“ oder ein sarkastisches „Träum‘ weiter“.
Diese Bewertung unserer Träume geben wir Menschen seltsamerweise von Generation zu Generation weiter. Wir prüfen sie nicht. Wir testen sie nicht. Wir verändern sie nicht. Wir tragen sie einfach weiter. Wir stülpen sie unseren eigenen Kindern über. Und vielleicht noch viel schlimmer glauben wir sie und sagen sie uns auch jeden Tag wieder selbst vor.
Erwischen wir uns dabei, einmal in den Tag hinein zu träumen, so rufen wir uns zur Ordnung. Wir verbieten uns, erinnert an die tausendmal gehörten Vorgaben, träumerisch zu denken oder unsere Ziele allzu hoch zu stecken.
Berichtet uns jemand von einem Traum, was er gerne erreichen möchte, welcher nicht zu unserem Horizont passt, so unterstützen oder ermutigen wir ihn nicht. Wir gebieten Einhalt, fragen nach dem Verstand. Äußert er einen solchen Traum auch noch öffentlich, so finden wir das peinlich und gefallen lieber den Zweiflern, den sarkastischen Äußerungen oder den Menschen, die das angeblich doch beurteilen können.
Warum begeistern wir uns nicht für Menschen, die noch träumen können?
Warum bieten wir ihnen nicht an, sie unterstützen zu wollen?
Warum wünschen wir Ihnen nicht wenigsten von ganzem Herzen Erfolg und gutes Gelingen?
Ist es der Neid, dass diese Menschen noch träumen können oder trauen wir uns selbst einfach zu wenig zu?
Wenn wir als Menschen eines können, dann ist es, Träume in die Realität umzusetzen. So viel wurde in der Geschichte unserer Menschheit schon für unmöglich erklärt, nur damit wir meist wenig später herausfinden, wie möglich es dann doch ist und sogar bei weitem noch übertroffen werden kann.
Träumen Sie!
Träumen Sie jeden Morgen, wenn Sie aufwachen, von Ihren Zielen, von Ihren Hoffnungen, von schönen und netten Begegnungen mit anderen Menschen, von der Liebe und Frieden auf dieser Welt.
Träumen Sie jeden Mittag, wenn Sie schon den Tag ein wenig genießen durften, wie schön er sich noch entwickeln wird und welche Geschenke er Ihnen noch bieten kann.
Träumen Sie jeden Abend von den glücklichen Ereignissen des Tages. Träumen Sie von dem wunderbaren Schlaf, der Sie in der Nacht erwartet und sie sich ausruhen lässt, damit Sie am nächsten Morgen wieder erfrischt, lebensmutig und voller Tatendrang und Freude in den Tag gehen können.
Und träumen Sie jede Nacht davon, wie Sie alle Ihre Ziele, Träume, Wünsche und Hoffnungen in Ihrem Leben jederzeit erreichen können. Nehmen Sie sich diese Träume mit in den Schlaf und lassen Sie ihnen freien Lauf.
Träumen Sie!
Vergessen Sie einschränkende und mahnende Hände oder gute Ratschläge von anderen, die Ihnen Ihren Traum ausreden möchten. Vertrauen Sie sich selbst. Sie können und werden es erreichen.
Lassen Sie jede Zelle Ihres Körpers, jeden Millimeter Ihres Geistes und jede Welle Ihrer Seele eins werden mit Ihren Träumen, indem sie ihnen die Möglichkeit, Zeit und Lust geben, miteinander zu verschmelzen.
Dies ist der Stoff aus dem die Realität entstehen wird.
Was auch immer Menschen erreicht haben und was zuvor für unmöglich gehalten wurde, haben genau diese Menschen erträumt und für möglich gehalten.
Alles, was wir dazu brauchen, ist unsere Fähigkeit zu träumen aus unserer Kindheit wiederzufinden, sie neu entstehen und in kindlicher Unschuld einfach zu uns kommen zu lassen.
Ein „Träum’ weiter“ sollten wir vielleicht wörtlicher nehmen, als wir es als Kinder getan haben, jetzt, wo wir wissen, dass unsere Träume möglich sind. Es ist für uns der Weckruf, das Träumen nicht einzustellen, sondern es wieder und wieder und wieder zu erleben und geschehen zu lassen. Wir wollen uns auf unsere Träume einlassen, wir können uns sogar vornehmen, wunderbar zu träumen und unsere Träume in unseren Träumen wahr werden lassen.
Der Rest geschieht dann von selbst.
Das können wir alle.
Ja, auch Sie und ich können uns alles erträumen und damit auch erreichen.
Heute, jetzt und für immer.
Und so rufe ich Ihnen zu: „Träumen Sie weiter!

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